Musik

Vivendi will Rest von Universal Music übernehmen

Die Zeit der Konsolidierung bei Vivendi Universal scheint vorbei. In Paris plant man wieder mit Zukäufen. Vor allem im Entertainmentsektor und im Mobilgeschäft will das Unternehmen investieren.

Die Zeit des Schuldenabbaus und der Konsolidierung beim französischen Mischkonzern Vivendi Universal (VU) scheint vorbei. In Paris plant das Management wieder mit Zukäufen von Firmenanteilen. Vor allem im Entertainmentsektor will das Unternehmen künftig wieder stärker investieren.

Knapp 7,7 Prozent der Firmenanteile fehlen VU zur 100-prozentigen Kontrolle der Universal Music Group noch. Diese Minderheitsbeteiligung liegt derzeit noch bei der Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. In Japan. Ein Überbleibsel aus den 90er-Jahren: Matsushita hatte 1991 MCA Records übernommen und vier Jahre später an Seagram verkauft, dabei aber einen kleinen Anteil an der Firma, die in der Folge zu Universal Music wurde, behalten. Darüber hinaus besitzt der japanische Elektronikkonzern auch noch Anteile an den Universal Studios, die VU gerne aufkaufen würde, um seinen Anteil an NBC Universal von derzeit 18,5 auf 20 Prozent aufzustocken.

Jean-Bernard Lévy, CEO bei VU, erklärte im Gespräch mit den Tageszeitungen „La Tribune“ und „Handelsblatt“ zudem, dass der Konzern auch seine Beteiligung am Telekomunternehmen Neuf Cegetel von gegenwärtig 28 auf mindestens 34 Prozent ausbauen möchte. Auch wenn manche Analysten weiter skeptisch in Bezug auf die Mischstruktur bei VU sind, Lévy glaubt an die Synergien: „Musik und Mobiltelefonie: Das ist das frappante Beispiel, wie unsere Bereiche gemeinsam vorankommen.“ Beim Mobilfunkanbieter SFR könne man inzwischen schon mehr als eine Mio. UMTS-Kunden vorweisen, die das Mobildownloadangebot SFR Musique nutzen könnten, so Lévy. Damit sei SFR Musique „eines der drei größten Musikportale in Frankreich“. Noch in diesem Jahr will Lévy iTunes als Marktführer im französischen Downloadgeschäft ablösen.

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