Musik

Violinvirtuose Julian Rachlin gibt Fernsehdebüt

Das Jahr 2003 fängt für Julian Rachlin gut an: Er spielt im ZDF-Vierteiler „Napoleon“ neben Gérard Depardieu und John Malkovic mit. Und bis März kann ihn das deutsche Publikum noch live erleben.

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ ließ sich hinreißen: „Er spielt wie ein junger Gott“, schrieb sie im Mai 2002 über den 27-jährigen Geiger Julian Rachlin. Der französische Schauspieler Gérard Depardieu, Co-Produzent des vierteiligen Fernsehfilms „Napoleon“ (der Soundtrack erschien von Richard Grégoire bei EMI Classics unter der Bestellnummer 545 548 2), den das ZDF ab dem 6. Januar ausstrahlt, sieht das offensichtlich genauso: Er ließ den gebürtigen Litauer im Film die Rolle des legendären Geigenvirtuosen Niccolo Paganini spielen, und natürlich darf Rachlin bei der Gelegenheit auch zeigen, was er musikalisch drauf hat.

Wem das nicht genügt, der muss sich an die CDs des Künstlers halten: Drei davon, mit Werken von Camille Saint-Saëns, Henri Wieniawski, Jean Sibelius und Serge Prokofieff, sind in den Neunzigern bei Sony Classical erschienen; die jüngste mit dem Titel „Passion“ hat Rachlin selbst veröffentlicht (J.R. 001), begleitet am Klavier von Itamar Golan. Mit Violinschmankerln von Prokofieff, Jules Massenet, Fritz Kreisler, Paganini, Aleksandr Glasunow und Georges Bizet verdeutlicht die CD die Leidenschaft, die der junge Meistergeiger in sein Spiel legt. Nicht umsonst zählt Rachlin neben Dépardieu viele andere Prominente wie Yoko Ono, Sean Connery oder Elton John zu seinen Bewunderern und Förderern.

Selbst die japanische Kaiserin bat um einen exklusiven Konzertabend, als sie kürzlich in Rachlins Wahlheimat Wien weilte. Dafür wird Rachlin im April 2003 mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Lorin Maazel auf Japan-Tournee gehen; bis März 2003 gibt er zahlreiche Konzerte in Deutschland. „Er setzt neue interpretatorische Maßstäbe und ist einer der wichtigsten Violinisten unserer Zeit“, ist Virginia Tutila überzeugt, die mit ihrer Kommunikationsagentur Elonga Network Publishing eK die Personality-PR für Rachlin übernommen hat. Dass sie mit ihrer Einschätzung nicht allein steht, belegt nicht nur die Reaktion der „WAZ“.