Der englische Musiksender VH1 will mit erotischen Videos und Dokumentationen über Künstler, die sich für den „Playboy“ ausgezogen haben, wie Latoya Jackson, seinen Marktanteil verbessern.
Im November 2003 hatte der zu Viacom gehörende Sender in Großbritannien noch einen Marktanteil von 0,35 Prozent erreicht, im November 2004 sank er auf 0,23 Prozent. Selbst der erst in diesem Jahr gestartete Musikkanal „The Hits“ ist mit einem Anteil von 0,30 Prozent an VH1 vorbeigezogen, der sich in einem Umfeld mit mehr als 20 weiteren, digitalen Musikkanälen bewegt.
Gegen den Abwärtstrend wollen die Verantwortlichen bei VH1 mit einer erotischen Programmierung vorgehen, die unter anderem „Tabu brechende“ Videoclips aus den 80er- und 90er-Jahren und eine Magazinshow „Retrosexual“ vorsieht. Die Sex-Aktion auf dem Sender läuft noch bis zum 16. Dezember. In einer Anzeigenkampagne für die Programminitiative hat VH1 in Anspielung auf den Nipplegate-Vorfall um Janet Jackson, für den Viacom jüngst 350.000 Dollar Strafe zahlen musste, eine ironische Entschuldigung formuliert. So sollten Leute, die sich durch die erotischen Programme angegriffen fühlten „etwas anderes tun, wie zum Beispiel nähen“.


