Musik

VDKD fordert mehr Musik deutscher Künstler im Radio

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 15. September in Hannover appellierte der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) an den Hörfunk, eine größere Vielfalt deutscher Produktionen zu senden.

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 15. September in Hannover appellierte der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) an den Hörfunk, eine größere Vielfalt deutscher Produktionen zu senden. Eine freiwillige Selbstverpflichtung des Rundfunks würde die Quotendiskussion beenden und würde zugleich ein wichtiges Signal für Kulturschaffende in Deutschland darstellen, wie der Verband in einer Presseerklärung betont. VDKD-Präsident Michael Russ stellte in Hannover das Engagement der deutschen Konzertveranstalter für einheimische Künstler als Vorbild heraus: „Unsere Mitglieder bieten deutschen Rock- und Popkünstlern durch Live-Auftritte die Möglichkeit, sich dem Publikum zu präsentieren. Bei Konzertveranstaltern wird durch den Kauf eines Tickets abgestimmt: Zahlreiche ausverkaufte Konzerte deutscher Künstler sprechen für sich“, bekräftigte Russ. „Wir bedauern, dass diese Künstler nur selten die Möglichkeit bekommen, im Rundfunk vor einem größeren Publikum aufzutreten – stellen sie doch einen wichtigen Beitrag zur Programmvielfalt dar. Die Talentförderung und die Vielfältigkeit der Kulturindustrie in Deutschland werden dadurch massiv eingeschränkt.“ Deutsche Musikschaffende müssten die Gelegenheit erhalten, über Live-Auftritte hinaus durch stärkere Radiopräsenz ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Und nicht zuletzt habe das Publikum ein Recht darauf, „aus einer Vielzahl von Produktionen auswählen zu können und von dem Musikangebot aus dem eigenen Land zu erfahren“. Der VDKD formuliert seinen Appell im Vorfeld einer Anhörung zu den Forderungen nach einer Rundfunkquote im Deutschen Bundestag am 29. September.

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