An der Spitze des VDKD steht seit 1982 der Stuttgarter Veranstalter Michael Russ. Der Verbandspräsident wehrt sich gegen die Ansicht, der VDKD sei ein reiner Klassikverband: „Wir haben eine Mischung von 50 zu 50, was E- und U-Musik angeht.“ Neben der Vertretung der wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder hat sich der Verband auch die Pflege der Solidarität im Sinne der Berufsauffassung als Ziel in die Satzung geschrieben. Die wichtigsten Dienstleistungen des VDKD sind juristische Beratung (durch den Justiziar Prof. Dr. Johannes Kreile), Information über rechtliche Änderungen sowie die Herausgabe von Publikationen.
Zu den Veröffentlichungen zählen beispielsweise eine Urteilssammlung und eine Künstlerliste, die Auskunft darüber gibt, welcher Agent welchen Künstler vertritt. Zudem erklärt Russ, dass der VDKD zumeist im Stillen arbeite: „Ein ruhiges Gespräch ziehe ich einer Pressemitteilung vor.“ Russ sieht seine Mitglieder vor allem im Bereich der Dienstleistungen gefordert. Denn der Service vor und nach Konzerten und auf Festivals müsse deutlich verbessert werden.
Im Bereich der klassischen Musik sieht der Verbandspräsident neben dem nachlassenden Interesse der 30- bis 40-Jährigen an Konzerten vor allem die Vernachlässigung des schulischen Musikunterrichts als Problem. Der Forderung nach der Gründung eines gemeinsamen Dachverbands aller Veranstalter in Deutschland erteilt Russ eine Absage. Er sieht „dafür im Moment keinen Handlungsbedarf“. In wesentlichen Punkten will der VDKD aber trotzdem „enger mit dem IDKV zusammenarbeiten“.
Der Vorstand des VDKD
Präsident Michael Russ stellvertr. Präsidenten: Elisabeth Ehlers (Künstlersekretariat am Gasteig) und Karsten Jahnke (Geschäftsführer Karsten Jahnke Konzertdirektion) Schatzmeister: Klaus Bönisch Schriftführer: Michael Herrmann (Rheingau Musik Festival) Beisitzer E-Kreis: Helge Augstein (Künstleragentur Helge Rudolf Augstein) Beisitzer U-Kreis: Hans-Peter Haag (Music Circus Konzertbüro)



