Die subventionierten Downloadprogramme für Studenten von amerikanischen Colleges und Universitäten sind ein voller Erfolg. Das behauptet zumindest das Gremium, das für die Einführung der vergünstigten Vertriebsangebote zuständig ist. Das Joint Committee of the Higher Education and Entertainment Communities legte nun dem US-Parlament einen Zwischenbericht vor, aus dem hervorgeht, dass sich beinahe 70 US-Bildungseinrichtungen für legale Onlineanbieter wie Napster oder Cdigix zur Nutzung in den Campus-Netzwerken entschieden hätten. Damit haben nun 670.000 Studenten Zugriff auf eine Alternative zu illegalen Filesharing-Programmen. „Die Universitäten haben im Kampf gegen Piraterie beeindruckende Fortschritte gemacht“, erklärte Graham Spanier, Co-Chairman des Gremiums und gleichzeitig President der Universität Penn State, die als einer der ersten Unis einen Pauschal-Deal mit Napster zu stark reduzierten Konditionen geschlossen hatte. Dennoch müssten die Schulen noch weiter Aufklärungsarbeit leisten.
Das sehen auch kritische Fachleute so: Insgesamt sind nämlich mehr als 17 Mio. Studenten an US-Unis eingeschrieben. Die meisten von ihnen nutzen die Hochgeschwindigkeitsnetze ihrer Schulen weiterhin ungehindert für Datentausch per P2P. Unklar ist auch, wie viele Studenten der partizipierenden Unis tatsächlich von den legalen Angeboten Gebrauch machen. Nicht einmal das Joint Committee ist in der Lage, hierzu verlässliche Zahlen zu liefern. An Penn State haben sich 30.000 von 81.000 Studenten für das legale System registriert. Wie oft und umfangreich sie es nutzen, ist nicht bekannt. Vereinzelte Umfragen an den Unis haben jedoch eine mangelhafte Akzeptanz der Dienste festgestellt.



