Mit dem Milwaukee Symphony Orchestra wagt sich erstmals ein großer amerikanischer Klassikbetrieb in den digitalen Eigenvertrieb. Das zu diesem Zweck gegründete Label MSO Classics bringt seinen gesamten Katalog über den Digitalvertriebsdienstleister IODA (Independent Online Distribution Alliance) weltweit in die Downloadshops. Den Anfang machen 14 Aufnahmen, darunter Werke von Brahms, Mozart, Mussorgsky, Haydn, Beethoven und Dvorak sowie eine erst wenige Wochen alte Ersteinspielung der „Symphony No. 3“ des puertoricanischen Komponisten Roberto Sierra.
IODA wird die insgesamt mehr als 300 Live-Aufnahmen aus den Jahren 1970 bis 2005 allen bekannten Downloadhändlern zum Verkauf anbieten, der iTunes Music Store hat jedoch für die ersten 90 Tage ein Exklusivverkaufsrecht. Andreas Delfs, musikalischer Direktor in Milwaukee, sieht das Orchester als Vorreiter in der US-Klassikszene. In Europa hat das London Symphony Orchestra bereits einen ähnlichen Deal mit IODA geschlossen.


