Laut einer vom US-Industrieverband RIAA veröffentlichten Statistik sind die Shipments von Latin-CDs im vergangenen Jahr gegenüber 2000 um neun Prozent gestiegen. So lieferten die Plattenfirmen 2001 42,3 Millionen CDs mit lateinamerikanischer Musik aus, verglichen mit 38,8 Millionen Einheiten im Jahr davor. Beim entsprechenden Dollarwert ist sogar eine Steigerung um 13 Prozent zu verzeichnen, und zwar von 515,6 auf 582,7 Millionen Dollar. Diese scheinbar gegenläufige Entwicklung zur wird durch zwei weitere Daten allerdings etwas relativiert. Zum einen sind die alle Formate beinhaltenden Gesamtauslieferungszahlen im Latin-Genre – also inklusive DVD, VHS und MC – um etwa ein Prozent rückläufig, was unter anderem auf ein 16-prozentiges monetäres Minus bei den DVDs zurückzuführen ist. Zum anderen konnte, wie RIAA-President & CEO Hilary Rosen in einem Statement darlegte, die positive Entwicklung der letzten Jahre auf dem Latin-Markt nicht in dem erwarteten Maße fortgeführt werden. Rosen und die RIAA machen hierfür die Piraterie verantwortlich. Über 24 Prozent der 2001 beschlagnahmten illegalen Tonträger kämen aus dem Latin-Bereich, was auf einen höheren Anteil des Genres am Pirateriemarkt als am legalen Markt hindeute.
US-Shipments bei Latin-CDs trotz Piraterie im Plus
Laut einer vom US-Industrieverband RIAA veröffentlichten Statistik sind die Shipments von Latin-CDs im vergangenen Jahr gegenüber 2000 um neun Prozent gestiegen.


