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US-Polizei macht Piraten dingfest

Die amerikanische Polizei hat bei Razzien in Kalifornien und Texas mehrere Piratennester ausgehoben. Die Schwarzbrennerwerkstätten konnten jährlich mehr als zwölf Mio. CDs und DVDs herstellen.

Die amerikanische Polizei hat bei gleichzeitigen Razzien am 6. Oktober in Kalifornien und Texas mehrere Piratennester ausgehoben. Die Schwarzbrennerwerkstätten im Großraum San Francisco und in Austin konnten jährlich mehr als zwölf Mio. CDs und DVDs illegal herstellen. In den durchsuchten Räumlichkeiten beschlagnahmten die Beamten von REACT, einer Sondereinheit der US-Polizei für Verbrechen im Technologiebereich, CD-Brenner, Rohlinge und Verpackungsmaterial.

Die Jahresproduktion der nun verhafteten Piraten habe einen Schwarzmarktwert von mehr als 120 Mio. Dollar gehabt, so die Behörden, die zwei Jahre lang in diesem Fall ermittelt hatten und demnächst weitere Razzien in anderen US-Großstädten planen. An der Aktion waren auch Beamte der Bundespolizei FBI und Ermittler der Einwanderungs- und Zollbehörden beteiligt. Die im Raum San Francisco verhafteten Männer stammten aus Asien und betrieben vordergründig rechtmäßige Geschäfte.

Hinter den Kulissen stellten sie jedoch wohl Raubkopien im großen Maßstab her. Sie wurden nun wegen des Verdachts auf kriminelle Urheberrechtsverletzung und Verschwörung festgenommen. Im Falle eines Schuldspruchs müssen sie mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren und Bußgeldern bis zu 250.000 Dollar rechnen.

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