Zwei verschiedene Parlaments-Hearings wollen sich in den USA mit der rechtlichen Grundlage sowie der angewandten Praxis von Verträgen zwischen Plattenfirmen und Künstlern befassen. Das kalifornische Landesparlament und der Kongress reagieren damit unter anderem auf die zwischen sowie die Gründung der Recording Artists Coalition, die Don Henley als Interessensvertretung von Musikern gegenüber der Industrie ins Leben rief. Im Mittelpunkt der Anhörungen, die im September beginnen sollen, steht die Anwendung der California Labor Code Section 2855, die eigentlich persönliche Dienstleistungsverträge mit einer Laufzeit von mehr als sieben Jahren verbietet. Die Musikindustrie setzte allerdings 1997 einen nur sie betreffenden Zusatz durch, wonach Künstler auch nach Ablauf der Sieben-Jahres-Frist für vertraglich vereinbarte und nicht bei den Firmen abgelieferte Alben schadensersatzrechtlich verantwortlich gemacht werden können. Viele Musiker hingegen betrachten die Ausnahmeregelung als Basis für ihrer Meinung nach unfaire und repressive Vertragsbedingungen.
US-Politiker nehmen Plattenverträge ins Visier
Zwei verschiedene Parlaments-Hearings befassen sich in den USA mit der rechtlichen Grundlage sowie der angewandten Praxis von Verträgen zwischen Plattenfirmen und Künstlern.


