Musik

US-Musikverleger machen Politiker zum Verbandschef

Die Vereinigung der amerikanischen Musikverleger hat einen neuen President & CEO. David Israelite ersetzt Edward Murphy. Israelite ist Politprofi mit guten Verbindungen zur Bush-Regierung, seine Berufung leitet den Umzug der NMPA von New York in die Hauptstadt ein.

Die National Music Publishers‘ Association (NMPA), die Vereinigung der amerikanischen Musikverleger, hat einen neuen President & CEO. David Israelite ersetzt Edward Murphy. Israelite ist Politprofi mit guten Verbindungen zur Bush-Regierung, seine Berufung leitet den Umzug der NMPA von New York in die Hauptstadt Washington ein. Der Verband, dem über 800 Musikverlage in den USA angehören, will mit dem Standortwechsel seinen Einfluss auf die politischen Entscheider bei der Regierung, im Parlament und bei der Justiz verstärken.

Der neue Verbandschef kommt mit seinem Lebenslauf diesem Ziel entgegen: Israelite war zuletzt als zweiter Stabschef und Ratgeber beim US-Justizminister tätig. Zudem war er Chairman der Task Force für Geistiges Eigentum im Justizministerium. Das Amt des Chairman bei der NMPA bleibt unberührt: Irwin Robinson, Chef von Famous Music Publishing, übt diese Funktion weiter aus. Auch die Urheberrechtsgesellschaft Harry Fox Agency, eine hundertprozentige Tochter der NMPA, macht den Politikschwenk nicht mit – sie bleibt wie bisher in New York.