Musik

US-Musiker protestieren gegen Vertragsbedingungen

Amerikanische Musiker wollen am Mittwoch gegen die Vertragsbedingungen, die Künstlern von der Musikindustrie gestellt werden, demonstrieren.

Mehrere amerikanische Musiker, darunter Courtney Love und Don Henley, wollen an diesem Mittwoch gegen die Vertragsbedingungen, die Künstlern von der Musikindustrie gestellt werden, demonstrieren. Anlass ist eine , das sich derzeit mit der gängigen Praxis von Verträgen zwischen Plattenfirmen und Musikern befasst. Die von Henley initiierte Recording Artists Coalition, der nach eigenen Angaben etwa 125 Pop- und Rockmusiker angehören, beklagt die ihrer Meinung nach „skrupellosen Bedingungen“, die vor allem jüngeren Künstlern von den großen Firmen aufgedrängt werden. Hauptkritikpunkt der Musiker ist die sogenannte Sieben-Jahre-Klausel, wonach die Labels bestimmen können, welche Produktionen wann und zu welchen Konditionen veröffentlicht werden. Bei Ablauf der Frist von sieben Jahren können Künstler für nicht abgelieferte Alben schadensersatzrechtlich verantwortlich gemacht werden. Derartige Verträge verstoßen nach Ansicht der Musikerorganisation gegen das Prinzip der Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Vertragspartnern. Die Recording Industry Association of America (RIAA) begründet hingegen die angewandte Praxis mit den großen finanziellen Risiken, die die Industrie bei der Verpflichtung von Künstlern eingehe.