Musik

US-Markt sorgt weiter für Negativschlagzeilen

Nach einer der schwächsten Verkaufswochen seit Jahren kann sich die Hitkopplung „Now! 22“ an der Spitze der US-Albumcharts halten. Außer der Compilation konnte kein Album mehr als 100.000 Exemplare verkaufen, was den Neueinsteigern zu unverhofft guten Platzierungen verhilft.

Nach einer der schwächsten Verkaufswochen seit Jahren kann sich die Hitkopplung „Now! 22“ an der Spitze der US-Albumcharts halten. Außer der Compilation konnte kein Album mehr als 100.000 Exemplare verkaufen, was den Neueinsteigern zu unverhofft guten Platzierungen verhilft.

Von ihrem Gemeinschaftsprojekt setzten Sony BMG, EMI und Universal in der Woche bis zum 23. Juli 207.000 CDs ab und verteidigten damit ihre Topposition. „Sacred“, das zweite Studioalbum der Latinrock-Formation Los Lonely Boys, schafft es dahinter mit nur 67.000 Verkäufen auf Platz zwei. Und das zweite Werk von Countrysänger Rodney Atkins, „If You’re Going Through Hell“, steigt mit nur 55.000 Verkäufen auf Rang drei ein.

An die vierte Stelle hat sich inzwischen Gnarls Barkley hochgearbeitet: „St. Elsewhere“ genügten dafür lediglich 53.000 Exemplare in der letzten Woche. Rang fünf geht nach weiteren 52.000 verkauften CDs an den Dauerbrenner des Jahres: Der Soundtrack zu Disneys „High School Musical“ ist seit 28 Wochen in den oberen Rängen der US-Charts vertreten. Sechste sind die Rascal Flatts, die für „Me And My Gang“ wieder 50.000 zahlende Fans fanden.

Abwärts geht’s für Nelly Furtado, die nach 47.000 Einheiten von „Loose“ nur noch Platz sieben belegt. 2000 Stück weniger reichen Rihanna mit „A Girl Like Me“ indes für den Aufstieg an die achte Stelle. Nach 44.000 Einheiten von „Taking The Long Way“ melden sich die Dixie Chicks auf Rang neun in den Top Ten zurück. Dorthin zurück kehren zudem die Pussycat Dolls, nachdem sie 43.000 Kopien von „PCD“ verkaufen konnten.

Insgesamt brachte der US-Tonträgerhandel in der Berichtswoche 8,908 Mio. Alben an den Mann. Das ist das niedrigste Wochenergebnis seit der dritten Januarwoche 1993, als Charts-Ermittler Nielsen SoundScan nur 8,853 Mio. Albumverkäufe registrierte. Diese Absatzzahl bedeutet noch einmal vier Prozent weniger Verkäufe als in der Vorwoche und 13 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Jahres 2005.

Die Albumverkäufe über den Tonträgerhandel summieren sich aktuell auf 297,8 Mio. Einheiten seit Jahresbeginn – ein Minus von rund fünf Prozent. In der laufenden Woche tragen vielleicht die Verkäufe neuer Alben von Tom Petty, Pharrell und dem einstigen Destiny’s Child LeToya zu einer Besserung der Situation bei.

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