Musik

US-Markt schrumpft langsamer

Die US-Branche hat nur wenig Grund zum Aufatmen. Zwar verlangsamte sich der Absatzschwund, dennoch gingen die Umsätze im Jahr 2003 wieder um sechs Prozent zurück. Einzige Lichtblicke: Die DVD und Download-Verkäufe.

Die US-Branche hat nur wenig Grund zum Aufatmen. Zwar verlangsamte sich der Absatzschwund, dennoch gingen die Umsätze der RIAA-Mitgliedsfirmen im Jahr 2003 wieder um sechs Prozent zurück. Einzige Lichtblicke: Die DVD und Download-Verkäufe. Die Gesamtumsätze der Branche beliefen sich im letzten Jahr somit auf 11,9 Mrd. Dollar. Die Anzahl der ausgelieferten Tonträger sank von 859,7 Mio. auf nur noch 798,4 Mio. Units – ein Minus von 7,2 Prozent. Damit verlor das amerikanische Musikbiz in den Jahren von 2000 bis 2003 rund 17,2 Prozent an Umsatz, wobei die Stückzahlenverkäufe sogar um 26 Prozent zurück gingen. Zumindest lässt sich feststellen, dass das Minus im Jahr 2003 gemäßigter ausfiel als noch anno 2002, als der Absatz um 8,9 Prozent einbrach. Auch der Absatz an den Fachhandel schrumpfte nicht mehr so stark (minus 4,3 Prozent in 2003 gegenüber minus 6,9 Prozent in 2002). Bei den CD-Alben gingen die Verkäufe um drei Prozent auf 609,8 Mio. Einheiten zurück. Die Single dagegen erlebte eine Renaissance: 8,3 Mio. Stück bedeuten auf niedrigem Niveau ein Absatzplus von 85,5 und ein Umsatzplus von 84 Prozent (35,9 Mio. Dollar). Der klare Sieger der Formate ist aber die DVD. Die Verkaufszahlen stiegen um 64 (17,4 Mio. Units), die Umsätze um 56 Prozent auf 369,6 Mio. Dollar. Der Download-Sektor wird in der RIAA-Jahresbilanz noch nicht ausgewiesen, gilt aber beim Branchenverband als Wachstumsmarkt Nummer zwei. Laut SoundScan konnte das US-Biz im letzten Jahr über 30 Mio. Soundfiles verkaufen.

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