Musik

US-Markt nur noch kumuliert im Plus

Die US-Musikbranche verkaufte bis zum Ende der neunten Kalenderwoche 10,6 Prozent mehr CD-Alben als noch im Vorjahreszeitraum. Allerdings bekam der Aufwärtstrend einen ersten Knick.

Die US-Musikbranche verkaufte bis zum Ende der neunten Kalenderwoche 10,6 Prozent mehr CD-Alben als noch im Vorjahreszeitraum. Allerdings bekam der bisher stabile Aufwärtstrend des Jahres 2004 zum ersten Mal einen Knick: Mit 11,9 Mio. Exemplaren sank die Zahl der verkauften CD-Alben nach Informationen der Charts-Ermittler von Nielsen SoundScan im Vergleich zur Vorwoche um 5,3 Prozent und im Vergleich zur Vorjahreswoche um 2,2 Prozent. Größter US-Verkaufsschlager ist weiterhin „Feels Like Home“ von Norah Jones. Mit 281.000 verkauften Kopien in der neunten Woche kommt der Blue-Note-Star nun auf 1,7 Mio. Exemplare binnen drei Wochen seit VÖ. Im Gespräch mit „USA Today“ warnte Branchenbeobachter Phil Leigh noch vor dem Hintergrund der bis dato gestiegenen Verkaufszahlen vor übertriebener Zuversicht: „Steigende CD-Verkäufe sind für mich keine Überraschung, was mich vielmehr wundern würde, wäre, wenn über das Gesamtjahr ein nennenswertes Plus zu beobachten wäre.“ Der langfristige Trend zeige derzeit nach unten, daran würde auch eine zeitweise Erholung nichts ändern. Einen Grund für die bisherigen Zuwächse sah Rob Sisco, President der Nielsen-Musikabteilung, in den Bemühungen der RIAA: Der Branchenverband habe im Zuge seiner Klagen gegen P2P-Nutzer die kaufwilligen Nutzer an die neuen Online-Angebote herangeführt. Einen weiteren Grund sieht Gary Arnold, Unterhaltungschef der Handelskette Best Buy, in den aktuell auf DVD verfügbaren Hits: „Die Filmbranche bringt ihre Megahits auf DVD heraus, und das bringt uns ganz einfach mehr Kunden in die Läden.“

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