Musik

US-Markt bleibt schwierig

Was Branchenexperten seit langem wissen, bestätigt jetzt eine Untersuchung der US-Fachzeitschrift „Billboard“: Ganze 0,3 Prozent aller im Jahr 2002 in Amerika erschienenen Alben verkaufen mehr als 100.000 Einheiten und können damit als kommerzieller Erfolg bezeichnet werden.

Was Branchenexperten seit langem wissen, bestätigt jetzt eine Untersuchung der US-Fachzeitschrift „Billboard“: Wenige Hits müssen viele Flops mitfinanzieren. Ganze 0,3 Prozent aller im Jahr 2002 in Amerika erschienenen Alben verkaufen mehr als 100.000 Einheiten und können damit als kommerzieller Erfolg bezeichnet werden. 86,9 Prozent der Veröffentlichungen verkaufen dagegen zwischen ein und 999 Exemplare. Lässt man die Wiederveröffentlichungen außer Betracht, sieht die Statistik nur unwesentlich freundlicher aus: 1,2 Prozent toppen die 100.000-er Grenze, 75,2 Prozent bleiben zwischen einer und 999 verkauften Einheiten. Aufgrund vorhandener Marketingpower tun sich die Major-Plattenfirmen beim Breaken von Veröffentlichungen etwas leichter, sie bringen im Schnitt 5,1 Prozent aller Neuveröffentlichungen auf Verkaufszahlen über 100.000 Einheiten. Und dennoch werden sie von manchem Indie übertrumpft. So hat beispielsweise TVT Records im vergangenen Jahr 7,7 Prozent aller neu veröffentlichten Tonträger mehr als 100.000-mal verkauft.