Musik

US-Majors planen gemeinsame Produktionsstätten

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, verhandeln die fünf großen Musikkonzerne derzeit über die Zusammenlegung ihrer US-amerikanischen CD-Produktions- und Vertriebs-Unternehmungen.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, verhandeln die fünf großen Musikkonzerne derzeit über die Zusammenlegung ihrer US-amerikanischen CD-Produktions- und Vertriebs-Unternehmungen. Die Firmen wollen dazu Joint-Venture-Unternehmen gründen, die dann die Produktions- und Vertriebsaufgaben für alle beteiligten Kooperationspartner übernehmen würden. Um eine gleichberechtigte Behandlung aller Partner zu gewährleisten, sollen die Führungsposten dieser Joint-Ventures jeweils mit Vertretern aller beteiligter Unternehmen besetzt werden. Vorbild sind dabei ähnliche konsolidierte Vertriebsmodelle in Großbritannien und Australien. Die unabhängigen Vertriebsfirmen in den USA wurden nicht in die Verhandlungen mit einbezogen und werden wohl weiterhin selbstständig agieren. Ein Plattenfirmen-Vertreter erklärte zu den Plänen: „Wir erreichen nur in etwa sieben Wochen pro Jahr eine volle Auslastung unserer Produktionsstätten – den Rest des Jahres ist der Betrieb träge. Wozu brauchen wir also fünf Produktionsstätten?“ Jeder der fünf Majors beschäftigt zwischen 1000 bis 2000 Mitarbeiter in der Produktion. Die Zusammenlegung könnte zur Entlassung von mehreren tausend Angestellten führen.