Musik

US-Kartellbehörde klagt Warner und Universal an

Die beiden Plattenfirmen sollen im Zusammenhang mit Live-Alben der Drei Tenöre illegale Preisabsprachen vorgenommen haben.

Die Federal Trade Commission hat gegen Warner Music International und Universal Music Klage erhoben. Die US-Kartellaufsichtsbehörde wirft den beiden Plattenfirmen illegale Preisabsprachen im Zusammenhang mit Live-Alben der Drei Tenöre vor. Als 1998 Warner und Universal gemeinsam den Mitschnitt des Konzerts, das im Rahmen der Fußball-WM in Frankreich stattfand, auf Tonträger veröffentlichten, sollen sie vereinbart haben, die beiden Aufnahmen der vorangegangenen Weltmeisterschaften nicht zu verbilligen. Damit hofften sie, so die Anklage, den Mitschnitt aus Paris zu einem höheren Preis absetzen zu können. 1990 hatte Polygram, das heute zu Universal gehört, das Konzert-Album zur WM in Italien veröffentlicht, während vier Jahre später der Auftritt von Pavarotti, Domingo und Carreras in den USA bei Warner erschien. Wie es in US-Presseberichten heißt, will Universal gegen die Behauptungen der Behörde vorgehen. Warner werde zwar in Zukunft auf ähnliche Absprachen verzichten, habe sich in derartigen Fällen nach eigener Einschätzung bislang aber immer rechtmäßig und wettbewerbskonform verhalten.