Das US-Justizministerium hat Untersuchungen zur Preisgestaltung im Digitalgeschäft aufgenommen und nimmt in diesem Zusammenhang offenbar zunächst die Majors ins Visier. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei laut Medienberichten die so genannten Meistbegünstigungsklauseln in Verträgen zwischen Musikfirmen und Anbietern von Downloads. Schon Ende 2005 hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer ein ähnliches Kartellverfahren eingeleitet.
Die Kartellbehörden interessierten sich besonders für „mögliche Wettbewerbsverzerrungen im Digitalgeschäft“, bestätigte Gina Talamona als Sprecherin des Justizministeriums laut Agenturberichten. Im Zuge der angelaufenen Untersuchungen, bei denen es sich allerdings nicht um strafrechtliche Ermittlungen handele, sollen alle vier Majors formelle Anfragen erhalten. Diese seien am 27. Februar auf den Weg gebracht worden und mit Vorladungen vergleichbar.


