Musik

US-Internet-Provider will vors Bundesgericht

Der Internet-Provider Verizon hat die US-Gerichte um eine Verzögerung bei der Umsetzung einer Anordnung gebeten, wonach Verizon den Namen eines Anbieter von 600 illegalen Song-Downloads herausrücken muss.

Der Internet-Provider Verizon hat die US-Gerichte um eine Verzögerung bei der Umsetzung einer Anordnung gebeten, wonach Verizon den Namen eines Anbieter von 600 illegalen Song-Downloads herausrücken muss. So forderten Verizon-Anwälte den zuständigen District-Richter John Bates auf, solange zu warten, bis ein US-Bundesgericht den Fall angehört hat. Damit will die Firma die Realisierung der Entscheidung verzögern, . Sie beruft sich dabei auf die Gefährdungen der Privatsphäre, wie der Verizon-Anwalt John Thorne erläutert: „Wenn diese Anordnung Wirklichkeit wird, werden Verbraucher in einem digitalen Spinnennetz gefangen sein – und zwar nicht nur von den Plattenfirmen, sondern auch von allen, die einen simplen Antrag auf Datenherausgabe stellen.“ Darauf erwiderte Matthew Oppenheim, Senior Vice President Business & Legal Affairs bei der RIAA: „Es ist eine Schande, dass Verizon Zuflucht genommen hat bei Fehlinterpretationen und Taktiken, die Verbraucher verängstigen sollen. Dieses Verhalten kennt man von ihnen sehr gut aus öffentlichen Debatten. Statt die Umsetzung zu verzögern, wäre Verizon besser beraten, ihren Teil zu erledigen und uns damit zu helfen, gegen die Milliarden von illegalen Downloads vorzugehen, die Musiker, Songwriter, Plattenfirmen, Handel und viele andere um ihren fairen Anteil bringen.“