Die amerikanischen Independentlabels fürchten, bei den laufenden Payola-Ermittlungen als Verlierer aus den außergerichtlichen Vergleichen der Majors und der Radiokonzerne hervorzugehen. Sollten die US-Behörden den überführten Firmen nur symbolisch auf die Finger klopfen, werde sich an den korrupten Zuständen in der Radiolandschaft so schnell nichts ändern, meint der Indie-Verband American Association of Independent Music (A2IM).
In einem erneuten Schreiben an Kevin Martin, den Chairman der Medienaufsichtsbehörde FCC, bietet A2IM-President Don Rose die Unterstützung der Verbandsmitglieder an. Gemeinsam könne man Kriterien für ein neues Regelbuch erarbeiten, das die Geschäftsbeziehungen zwischen Labels und Radiosendern für die Zukunft definieren soll. Sollten die Firmen, denen man Bestechlichkeit in der Programmgestaltung nachweisen konnte, lediglich mit verhältnismäßig geringen Geldstrafen davonkommen, würden die Payola-Exzesse wiederkehren, so Rose.
Die Ermittlungen gegen die betroffenen Firmen müssten endlich schlagkräftige Ergebnisse liefern, damit Indies wieder mehr Chancen auf Rotationen im Radio bekommen.


