In Deutschland ist der Startschuss für „Deutschland sucht den Superstar“ bereits mit ansprechenden Quoten gefallen, in den USA beginnt die inzwischen sechste Staffel von „American Idol“ in der kommenden Woche am 16. Januar. Während die Musikverkäufe der „AI“-Künstler zuletzt arg schrumpften, wird das bei den Zuschauern ungebrochen populäre Wettsingen immer mehr zu einer Marketingmaschine für Sponsoren und Markenartikler.
Bei der fünften Staffel im vergangenen Jahr stieg die Zahl der wöchentlichen Zuschauer auf durchschnittlich 30,5 Millionen. Daher sind natürlich die Hauptwerbepartner Coca-Cola, Ford und Cingular auch bei der 2007er-Ausgabe wieder an Bord und bezahlen dabei Millionenbeträge für das Product Placement in der Show.
Doch darüber hinaus gibt es in diesem Jahr inzwischen 45 Unternehmen, die sich als offizielle Sponsoren und Lizenznehmer von „American Idol“ bezeichnen dürfen und ihre Produkte mit dem Logo der Show schmücken dürfen. Im letzten Jahr waren es 30 Firmen. Die Produzenten, Fremantle und 19 Entertainment, versuchen dabei, eine Vielzahl von Konsumgütern mit der Sendung in Verbindung zu bringen und die Marke bei Kunden aller Altersgruppen zu positionieren. Die Palette reicht von Kinderspielzeug über Eiscreme und Süßigkeiten bis hin zu Software, Musikinstrumenten und Halloween-Kostümen. Derzeit laufen sogar die Verhandlungen über eine Einbindung von „American Idol“ in Vergnügungsparks.
Über das eigentliche Musikgeschäft setzen die Produzenten der Show nur noch einen Bruchteil um: Das Debütalbum von Taylor Hicks, Sieger der letzten „AI“-Staffel, fand in der Veröffentlichungswoche vor Weihnachten weniger als 300.000 Käufer.


