Musik

US-Gericht klagt Phil Spector an

Der legendäre Produzent Phil Spector wird sich wegen Mordes vor Gericht verantworten müssen.

Nach monatelangen Ermittlungen halten Polizei und Justizbehörden des Los Angeles County Spector für schuldig, im Februar dieses Jahres die Schauspielerin Lana Clarkson „in böswilliger Absicht“ erschossen zu haben. Spector und sein Anwalt Robert Shapiro, der bereits O.J. Simpson erfolgreich verteidigte, weisen die Anschuldigungen zurück und sprechen von einem Selbstmord Clarksons.

Phil Spector droht im schlimmsten Fall eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Bis es zur offiziellen Gerichtsverhandlung kommt, bleibt der Exzentriker, der nach seiner kurzzeitigen Verhaftung im Februar eine Million Dollar Kaution hinterlegte, aber auf freiem Fuß.

Spector, der als Erfinder der sogenannten Wall Of Sound berühmt wurde, produzierte unter anderem das letzte Beatles-Album „Let It Be“. Eben dieses Werk erschien diese Woche in der „Naked“-Version, also ohne die ausladenden Streicher-Arrangements von Spector. John Lennon hatte den Produzenten seinerzeit gegen den Willen von Paul McCartney um eine Nachbearbeitung der eigentlich fertiggestellen Aufnahmen gebeten.