Musik

US-Branche nach vier Jahren wieder im Plus

Die erste Woche nach dem Weihnachtsgeschäft brachte zwar die erwarteten Einbrüche bei den Verkaufszahlen, doch insgesamt konnte sich die amerikanische Musikbranche erstmals seit vier Jahren wieder über Zuwächse freuen. Bei Alben liegt der Absatz 1,6 Prozent über Vorjahresniveau.

Die erste Woche nach dem phänomenal guten Weihnachtsgeschäft brachte zwar die erwarteten Einbrüche bei den Verkaufszahlen, doch über das gesamte Jahr betrachtet konnte sich die amerikanische Musikbranche erstmals seit vier Jahren wieder über Zuwächse freuen. In der Woche bis zum 2. Januar brach der Absatz bei den Alben um über 51 Prozent im Vergleich zur Vorwoche ein. Das ist allerdings kaum verwunderlich, da die Vergleichswoche am 26. Dezember endete und damit die umsatzträchtigste des gesamten Jahres war.

Die Kalenderwoche 53 bescherte dem US-Handel nun weitere 15,9 Mio. verkaufte Einheiten. Addiert man diese zur Verkaufszahl der 52 anderen Wochen, ergäbe sich ein theoretisches Gesamtergebnis von 681 Mio. Exemplaren und damit ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003. Da das Vergleichsjahr aber nur 52 Wochen aufweist, ist eine direkte Gegenüberstellung dieser Zahlen nur schwer möglich. Im Vergleich der 52 Kalenderwochen des Jahres 2003 mit 52 Wochen von 2004 schneidet die amerikanische Tonträgerbranche daher mit einem rechnerischen Plus von 1,6 Prozent ab, laut Nielsen SoundScan summierten sich die Albenverkäufe bis Weihnachten auf 666,7 Mio. Stück.

Da die Durchschnittspreise für Alben im vergangenen Jahr weiter gesunken sind, steht auch noch aus, wie sich die Umsätze der Branche im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben. Insgesamt – also unter Einbeziehung aller anderen Formate wie Singles oder Downloads – verkaufte die US-Branche 817 Mio. Einheiten. Das entspricht einem Zuwachs von rund 19 Prozent. Nicht zuletzt das digitale Geschäft hatte einen maßgeblichen Anteil daran: Die abschließende Erfassung von Nielsen SoundScan weist 141 Mio. Downloads aus, vor einigen Tagen war man noch von zehn Mio. Tracks weniger ausgegangen. Doch speziell die letzte Woche riss die Zahlen noch einmal nach oben: 6,7 Mio. Downloads in sieben Tagen sind ein neuer Rekord.

Top Ten der US-Alben 2004 und ihre Verkaufszahlen

  1. Usher – „Confessions“ (Sony BMG): 7.978.594

  2. Norah Jones – „Feels Like Home“ (EMI): 3.842.920

  3. Eminem – „Encore“ (Universal): 3.517.097

  4. Kenny Chesney – „When The Sun Goes Down“ (Sony BMG): 3.072.224

  5. Gretchen Wilson – „Here For The Party“ (Sony BMG): 2.931.097

  6. Tim McGraw – „Live Like You Were Dying“ (Warner): 2.786.840

  7. Maroon 5 – „Songs About Jane“ (Sony BMG): 2.708.415

  8. Evanescence – „Fallen“ (Sony BMG): 2.614.226

  9. Ashlee Simpson – „Autobiography“ (Universal): 2.576.945

  10. Diverse – „Now 16“ (Universal/EMI/Sony/Zomba): 2.560.316

Mehr zum Thema