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US-Botschafter ermahnt Russland

Der US-amerikanische Botschafter in Russland, Alexander Vershbow, hat vor den durch Piraterie verursachten Schäden für die russische Wirtschaft und die kreativen Talente des Landes gewarnt.

Der US-amerikanische Botschafter in Russland, Alexander Vershbow, hat vor den durch Piraterie verursachten Schäden für die russische Wirtschaft und die kreativen Talente des Landes gewarnt. In einem Artikel für die „Moscow Times“ schreibt Vershbow, das Maß an raubkopierten CDs und DVDs erwecke den Anschein, dass das Land zu nachgiebig gegenüber Piraterie sei. Seiner Ansicht nach sähen viele Russen Piraterie nicht als Verbrechen, sondern „nur als Schädigung westlicher Firmen“. Der Botschafter spricht in seinem Beitrag vom „nächsten China“, das weltweit als Pirateriehochburg gilt. So gebe es auf dem Gebiet der russischen Föderation inzwischen mindestens 29 illegale Dupilizierstätten sowie jährlich über 320 Mio. produzierte Raubkopien, von denen gut 90 Prozent in den Export gehen. Damit werde das Vertrauen in die russische Industrie untergraben, worunter auch gesetzestreue russische Exporteure leiden. „Unter diesen Bedingungen ist es weder für russische Künstler noch für legale Firmen profitabel, ihre Werke in Russland aufzunehmen“, konstatiert Vershbow.

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