In den USA hat die Diskussion um die rechtliche Bewertung von Internet-Musiktauschbörsen neue Facetten erhalten: Ein US-Abgeordneter fordert Haft für Piraten, Unternehmen überlegen dagegen, was wichtiger ist: Der Schutz vor Terroristen oder vor P2P-Netzen. Während der Tonträgerverband RIAA darauf spekuliert, pro illgal getauschtem Song bis zu 150.000 Dollar Schadensersatz zu fordern („auch ein Geschäftsmodell, um die dringend notwendige Sanierung der Branche hinzubekommen“ kommentiert „Spiegel Online“ süffisant) und verschickt, formiert sich Widerstand. Der von Microsoft und IBM getragene Verband Information Technology Association of America argumentiert, dass die Sicherung von Unternehmensnetzwerken gegen Terror und Hacker wichtiger sei als die Verfolgung Song-tauschender Mitarbeiter. Hierfür fehle schlichtweg die Zeit. Mehr Erfolg hat die RIAA derzeit bei den Abmahnungen an Universitäten, deren Studenten die Unirechner zum Song-Tausch verwenden: Viele Unis haben das Datenvolumen, das jeder Student pro Woche bewegen darf, drastisch gesenkt. Und falls das alles nicht hilft, empfiehlt das texanische Kongressmitglied John Carter harte Strafen: „Es wäre eine gute Idee, ein paar dieser Kids hopps zu nehmen. Wenn man den anderen Angst einjagen will, braucht man sie nur in der Zeitung lesen lassen, dass jemand 33 Monate Zuchthaus für File-Downloads kassiert hat“, meinte er in einem Interview.
US-Abgeordneter fordert Knast für P2P-Piraten
In den USA hat die Diskussion um die rechtliche Bewertung von Internet-Musiktauschbörsen neue Facetten erhalten: Ein US-Abgeordneter fordert Haft für Piraten, Unternehmen überlegen dagegen, was wichtiger ist: Der Schutz vor Terroristen oder vor P2P-Netzen.


