Zahlreiche Verbände und Organisationen der Kreativwirtschaft zeigen sich vom EU-Entwurf einer Richtlinie zur Produkt- und Markenpirateriebekämpfung enttäuscht und erschreckt. Die Vorschläge der EU-Kommission würden dem Ausmaß des Piraterieproblems nicht gerecht, erklären insgesamt zehn Organisationen in einem gemeinsamen Statement. Die EU habe es mit diesem Entwurf verpasst, den dringend benötigten Maßnahmen zur Bekämpfung der grassierenden Produktpiraterie den Weg zu ebnen. In den Bereichen Musik, Film und Unterhaltungssoftware verzeichneten die Hersteller derzeit durch Piraterie verursachte Verluste in Höhe rund 4,5 Milliarden Euro pro Jahr. Der über vier Jahre erarbeitete EU-Entwurf ginge nun nicht einmal über in einigen Mitgliedsländern bereits eingeführte Regelungen hinaus. Vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden EU-Erweiterung äußern sich die Urheberorganisationen besorgt darüber, dass der nun vorliegende Entwurf nicht genug täte, um die Beitrittskandidaten zu einer Stärkung der Urheberrechte zu animieren. Die durchschnittliche Pirateriequote der Beitrittsländer liege derzeit bei rund 50 Prozent. Unterzeichnet wurde die gemeinsame Erklärung von BSA – Business Software Alliance, IFPI European Office, MPA – Motion Picture Association, IVF – International Video Federation, ISFE – Interactive Software Federation of Europe, FIAPF – International Association of Film Producers Associations, IMPALA – Independent Music Companies Association, EFCA – European Film Companies Association, FEP – Federation of European Publishers und GESAC – European Grouping of Societies of Authors & Composers.
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