Musik

Urban schaut auf Musikfarben

Mit dem Namenswechsel von Universal Records zu Urban gingen auch weitere Änderungen einher.

Neffi Temur stieg zu Jahresbeginn zum General Manager der Repertoiregesellschaft auf, die sich nun in zwei Einheiten gliedert. Dabei trennt Urban nicht mehr nach Labels und Herkunft, sondern nur noch nach Musikfarben. Als Head of Marketing kümmert sich Andrea Frahm um R&B, HipHop und New Soul, während Milijana Gojic als Senior PM den Bereich Dance/Pop leitet. Ihr zur Seite stehen zwei Product Manager und ein DJ-Promoter. „Die Umstrukturierung bei uns ergibt sich jedoch weniger durch die Umbenennung, sondern durch die aktuelle Repertoire-Fokussierung bei Universal“, erläutert Gojic. „Eine strikte Aufteilung in eine nationale und eine internationale Abteilung macht in meinen Augen keinen Sinn. Schließlich geht es um Musik und nicht darum, ob ein Produkt aus Deutschland, England oder Frankreich kommt“, meint Gojic.

Strategisch bleibt Urban bei der Devise, dass „aus Tracks Artists herauswachsen können, wie das Paul van Dyk, Safri Duo und Sylver erfolgreich vorgeführt haben“. Gleichzeitig setzt Gojic Neffi Temurs Ankündigung um, fortan weniger CDs auf den Markt zu bringen: „Heute muss man auch eine Single gezielt herausbringen. Die Platten einfach so zu veröffentlichen, bringt gar nichts mehr.“ Stilistisch behält die Abteilung das breite Spektrum zwischen Avantgarde und Charts bei, wie Gojic erklärt. „Denn schließlich wächst aus dem Underground der Kommerz. So werden eines Tages die Dax Riders auch kommerziell sein.“ Das Album „Backintown“ der französischen Formation erscheint am 27. Mai und soll mit einer Mischung aus House, Funk und Gitarren einen weiteren Longplay-Act aus dem Hause Urban hervorbringen.