Musik

Unklarheit um Warner-Führung

Sechs Wochen nach der Entscheidung über den Verkauf von Warner Music an das Bronfman-Konsortium dringen erstmals Unstimmigkeiten im Management an die Öffentlichkeit. US-Medien zufolge wird CEO Roger Ames das Unternehmen bald verlassen.

Sechs Wochen nach der Entscheidung über den Verkauf von Warner Music an das Bronfman-Konsortium dringen erstmals Unstimmigkeiten im Management an die Öffentlichkeit. US-Medien zufolge wird CEO Roger Ames das Unternehmen bald verlassen. Als Ende November die Übernahme bekannt gegeben wurde, versicherten die Konsortialfirmen, Ames werde als „Nummer zwei“ zusammen mit Edgar Bronfman jr. die Geschicke von Warner leiten. Allerdings verlautete damals nicht, in welcher Rolle er künftig unter Bronfman tätig werden würde. Offiziell beteuerte Ames seither, dass er seinen noch vier Jahre gültigen Vertrag erfüllen und wie gerne er weiter mit den Warner-Künstlern arbeiten wolle. Insider wollen nun erfahren haben, dass die Beziehung zwischen Ames und Bronfman über den Jahreswechsel deutlich abgekühlt sein soll. Da der neue Warner-Eigner bislang immer noch keine exakte Position für Ames definiert hat, überlege der CEO, das Handtuch zu werfen, heißt es in New York. Beobachter gehen davon aus, dass über diese Spitzenpersonalie erst nach dem Abschluss der Übernahme entschieden wird. Diese ist frühestens Anfang Februar zu erwarten. Die Gerüchteküche hat jedenfalls schon zwei potenzielle Nachfolger für Ames ausgemacht: Antonio „L.A.“ Reid, der erst gestern , und Lyor Cohen, derzeit Chef beim Universal-Label Island Def Jam und seit Monaten im Mittelpunkt eines Rechtsstreits zwischen IDJ und dem US-Indie TVT Records.

Mehr zum Thema (25.11.03)