Musik

Universal wirft Publishern Kartellbildung vor

Universal Music International hat bei der Europäischen Kommission eine kartellrechtliche Beschwerde bezüglich der Lizenzierung technischer Vervielfältigungsrechte in Kontinentaleuropa eingereicht.

Universal Music International hat bei der Europäischen Kommission eine kartellrechtliche Beschwerde bezüglich der Lizenzierung technischer Vervielfältigungsrechte in Kontinentaleuropa eingereicht. Die Plattenfirma beschuldigt die Publisher über ihre Vertretung, den Urheberverband BIEM, als Kartell aufzutreten. Hintergrund ist eine vor zwei Jahren ausgelaufene zwischen der IFPI und BIEM. Seitdem konnten sich die beiden Seiten nicht über die erneute Festsetzung einer Lizenzierungsrate einigen. Während die Publisher die Tantiemen auf dem bisherigen Niveau von 9,1 Prozent des Handelspreises belassen wollen, möchte Universal die Gebühr auch im restlichen Europa auf den britischen Satz von 8,5 Prozent senken. Die Plattenfirma wirft der BIEM in diesem Zusammenhang die Ausnutzung ihrer dominanten Marktposition vor. Damit verstoße die Organisation gegen den Vertrag von Rom und behindere den Wettbewerb. Unterstützung erhält Universal in diesem Fall bislang von Sony und BMG.