Parallel zum Einstieg ins chinesische Digitalvertriebsgeschäft hat Universal Music nun auch einen Vertrag mit der Firma R2G abgeschlossen. Das Marktforschungsunternehmen aus Peking wird für Universal Music Publishing künftig erfassen, wie viele Songs digital verkauft werden. R2G bietet den Onlinehändlern dazu Software für Rechnungsstellung und Buchhaltung an und kann zudem mit seinen Downloadstatistiken ausweisen, welche Tantiemen die Shops dem Musikverlag schulden. Gleichzeitig soll R2G durch Überwachung der großen Portale und Suchmaschinen die Onlinepiraterie eindämmen. Sobald man Server mit nichtlizenzierten Inhalten aufgespürt hat, könne man die Rechteinhaber über die Urheberrechtsverletzungen informieren, so R2G-Director Matthew Daniel.
In China gibt es derzeit mehr als 100 Mio. Internetnutzer, von denen bereits knapp 80 Prozent Musik heruntergeladen haben. Experten schätzen die Zahl der Musiksites mit Downloads auf rund 7200, allerdings verfügt davon nur ein Bruchteil über die nötigen Lizenzen.


