Musik

Unis im Visier der australischen Branche

Drei Universitäten in Australien droht Ärger mit der Musikbranche. Die Piratenjäger des Landes wollen die öffentlichen Bildungsanstalten bei Bedarf nach Spuren von Urheberrechtsmissbrauch durchsuchen lassen.

Drei Universitäten in Australien droht Ärger mit der Musikbranche. Die Piratenjäger des Landes wollen die öffentlichen Bildungsanstalten bei Bedarf nach Spuren von Urheberrechtsmissbrauch durchsuchen lassen. Laut Michael Speck, General Manager der Music Industry Piracy Investigation (MIPI), ist noch nicht geklärt, ob man die Unis in Melbourne, Sidney und Tasmanien noch einmal vor Gericht zerrt, oder womöglich Durchsuchungsbefehle erwirkt. Die drei Schulen sind laut Speck einer früheren gerichtlichen Anordnung nicht nachgekommen.

Experten der MIPI hätten noch im vergangenen Jahr die Server der Unis und die einiger Studenten durchforsten sollen, um Belege für den Verdacht zu finden, dass dort besonders oft und in großem Umfang P2P-Tauschbörsen genutzt werden. Nach Ansicht der MIPI haben sich öffentlich finanzierte Universitäten mit ihren Breitbandnetzen zu den eifrigsten „Konsumenten“ von P2P-Systemen entwickelt.

Gerade Bildungseinrichtungen, die selbst große Mengen an geistigem Eigentum herstellen, sollten Verständnis für die Belange der Entertainmentbranche aufbringen, so Speck. Doch bislang hätten die Schulen die Musikwirtschaft in ihrem Anliegen nach Bekämpfung der Onlinepiraterie nicht ernst genommen.

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