Die Namenspatronin scheint ihre schützende Hand über die Gewinner gelegt zu haben: Die ungarische Band Nox, benannt nach der römischen Göttin der Nacht, ließ beim Halbfinale des Gesangwettstreits alle Konkurrenten hinter sich und setzte sich an die Spitze des ersten Testlaufs.
Die komplett in schwarz gekleidete Band um Sängerin Szilvia und Chef-Choreograph Tamas Nagy wurden in Internet-Umfragen schon lange als Favorit gehandelt. Ihre Mischung aus folkloristischen Klängen und Elektro-Sound, gepaart mit einer aufwändigen Tanz- und Pyrotechnik-Show, konnte das Publikum auf ganzer Linie überzeugen
Glam-Rocker als Geheimtipp
Ebenfalls für das Finale qualifiziert hat sich die estnische Pop-Rock-Formation Vanilla Ninja. Die Mädchentruppe ging mit ihrem Song „Cool Vibes“ für die Schweiz an den Start und belegte den neunten Platz. Die Negativschlagzeilen, die sie im Vorfeld aufgrund des Verdachts von Chartmanipulationen gemacht hatten, konnten ihrer Beliebtheit demnach nichts anhaben.
Neben der Schweiz und Ungarn werden am Samstag noch folgende acht Länder in Kiew antreten: Rumänien, Norwegen, Moldavien, Israel, Dänemark, Mazedonien, Kroatien und Lettland. Als Geheimtipp werden dabei die Norweger Wig Wam gehandelt, die mit einer Glam-Rock-Version des Bon-Jovi-Songs „In My Dreams“ für gute Laune sorgten.
Die neuen Regeln für das Finale des Song Contests gelten seit letztem Jahr. Zehn Semifinalisten treten bei der großen Entscheidungs-Show gegen 14 im Vorfeld festgelegte Teilnehmerländer an. Letztere setzen sich zusammen aus dem Gastgeberland, den vier größten Beitragszahlern (Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien), sowie den neun Bestplatzierten des vorangegangenen Jahres.


