Musik

Umkämpfte Vivaldi-Oper mit Änderungen in Italien aufgeführt

Dem Gerichtsentscheid des Düsseldorfer Landgerichts zum Trotz kam die wieder entdeckte Vivaldi-Oper „Motezuma“ in Italien nun zu Aufführungsehren. Das Opernhaus in Barga brachte das juristisch umkämpfte Werk mit einigen Änderungen auf die Bühne.

Dem Gerichtsentscheid des Düsseldorfer Landgerichts zum Trotz kam die wieder entdeckte Vivaldi-Oper „Motezuma“ in Italien nun zu Aufführungsehren. Das Opernhaus in Barga brachte am 16. und am 17. Juli das juristisch umkämpfte Werk mit einigen Änderungen auf die Bühne. So wurde das Libretto mit Musik aus fünf verschiedenen Vivaldi-Opern ausgestattet. Der Text von „Motezuma“ wurde nur rezitiert.

Vergangene Woche hatte das Landgericht dem Antrag der Berliner Singakademie stattgegeben, das seit 250 Jahren verschollene Werk szenisch nicht aufführen zu lassen. Es folgte der Auffassung der Akademie, wonach das Urheberrecht bei ihr liege, weil die Singakademie das Material im Internet erstmals veröffentlicht hätte, nachdem das Original-Urheberrecht schon erloschen sei. Dadurch sei das Copyright an sie gefallen. Neben den Veranstaltern in Barga hat zudem das Düsseldorfer Kulturfest Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Mehr zum Thema