“Natürlich verändert sich mit der Umstrukturierung auch unsere Arbeitsweise“, erklärt Bork, der mit dem Stamm an Künstlern und Produzenten, den das WEA-Beat Dept. in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut hat, „gezielt weiterarbeiten will“. Dazu gehören vor allem Tonka, Marc & Claude, Green Court, Kyau vs. Albert, Talla 2XLC, Felix Da Housecat und DJ Mirko Milano. „Ein Schwerpunkt liegt im Artist Development. Unser Ziel ist es, noch mehr als zuvor sehr selektiv, aber dafür umso intensiver mit den jeweiligen Künstlern und Produkten zu arbeiten“, erläutert der Beat-Dept.-Chef. Dazu will die Abteilung auch die Zusammenarbeit mit den eastwest-Kollegen intensivieren, wozu nicht nur die gemeinsame DJ Promotion und International Exploitation, sondern auch der Umzug ins gemeinsame Gebäude im April beitragen sollen. Zwar wertet Bork dieses Vorgehen unter anderem als Reaktion auf die Marktentwicklung, betont aber, dass sich die „Verkaufszahlen im Dance-Bereich nicht wirklich negativ entwickelt haben. Allerdings ist die deutlich bessere Charts-Performance von Dance nicht mit einer Steigerung der Verkäufe einhergegangen. Deswegen muss die Anzahl der Veröffentlichungen von Dance-Singles wie auch von Medien-beworbenen Compilations wieder auf ein gesundes Maß zurückgefahren werden.“ Im Rückblick sieht er das zweite Jahr des WEA Beat Dept. im Zeichen der Umstrukturierung von Warner Germany. Es war 2001, in dem die Abteilung mit DJ Mirko Milano und Kyau vs. Albert zwei neue Produzenten/Künstler in den Sales-Charts etablieren konnte. Green Court wie auch Marc & Claude „gelten mittlerweile als feste Garanten für Top-Platzierungen in den Dance- sowie Verkaufs-Charts“. Mit dem Album von Felix Da Housecat, einem nationalen Signing, veröffentlichte das Beat Dept. zwar „eines der innovativsten und wegweisenden Dance-Alben des Jahres“, das jedoch wie auch die Single „Outside“ von Kyau vs. Albert bessere Verkaufs- und Charts-Ergebnisse verdient gehabt hätte, so Bork. „Enttäuschend war auch, dass es mit ‚Lifechange‚ von Whirlpool Production und ‚Never Enough‚ von Boris Dlugosch Nummer-eins-Hits der DDC nicht oder nur knapp in die Verkaufs-Charts geschafft haben. Das stellt wieder einmal die kommerzielle Bedeutung dieser Charts sowie House im Allgemeinen in Frage.“ Neue Trends sieht Bork indes nicht, lobt das „geschmackvolle 80er-Revival“ und betrachtet das Wiederaufleben der „guten, alten Ravezeit“ und ihren Hits wie „Wonderful Days“ oder „Never Stop That Feeling“ nicht als Fortschritt, sondern als „marktbedingte Einfallslosigkeit“. Dagegen sollen im nächsten Jahr „Who Do You Love Now“ von Riva feat. Dannii Minogue, die Vocal-Trance-Titel „Come With Me“ von Talla 2XLC“ und „J.O.E. (Jungle Of Emotion)“ von Tonka Akzente setzen.
Umbesetzungen beim WEA Beat Dept.
Selektiv und intensiv mit den Künstlern arbeiten



