Musik

UK-Sender verbannen „Make Poverty History“-Spots

Während hierzulande die Musikbranche ihre Unterstützung für die Kampagne „Stimmen gegen Armut“ auf der Popkomm bekräftigt hat, stoßen die „Make Poverty History“-Spots in Großbritannien nun auf Widerstand. Einige TV-Sender haben die Spots mit Stars wie Kylie Minogue aus dem Programm genommen, weil sie als politisch eingestuft wurden.

Während hierzulande die Musikbranche ihre Unterstützung für die Kampagne „Stimmen gegen Armut“ auf der Popkomm bekräftigt hat, stoßen die „Make Poverty History“-Spots in Großbritannien nun auf Widerstand. Berichten des Magazins „NME“ zufolge haben diverse TV-Stationen die Spots mit Stars wie Bono, Kylie Minogue, Justin Timberlake und Kanye West aus dem Programm genommen. Dies geschah auf Anraten der unabhängigen Medienkontrollbehörde Ofcom. Die Organisation stufte die Spots nicht als karitativ, sondern als politisch ein.

Organisatoren der Kampagne zeigten sich von dem Vorwurf irritiert. „Dieser Werbe-Spot unterstreicht lediglich die Tatsache, dass alle drei Sekunden ein Kind durch vermeidbare Armut stirbt“, so Adrian Lovett, Mitglied der Kampagne und Sprecher von Oxfam. „Die Menschen, die ein weißes Armband tragen oder die unsere Kampagne weltweit unterstützen, betrachten das nicht als engstirnige parteipolitische Sache, sondern als das größte moralische Thema unserer Zeit“, erklärte er gegenüber dem „Guardian“.

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