Die Diskussion um den Schwarzmarktverkauf von Tickets in Großbritannien verschärft sich: Die Regierung in London gab nun der Unterhaltungsindustrie eine Frist bis zum Sommer 2007, um das Problem wirksamer zu bekämpfen. Ansonsten könnte es zu strengeren Gesetzen für den Handel mit Tickets kommen. Kultusministerin Tessa Jowell kündigte zudem einen Punkteplan an, der die Rechte der Käufer sichern soll. Dieser sieht unter anderem vor, dass zukünftig eine Rückgabe der Karten zum vollen Preis möglich ist.
Außerdem soll die Concert Promoters Association eine Website einrichten, auf der Tickets umgetauscht werden können. „Das Opfer dieses Schwarzmarkthandels ist immer der Fan, der sein Geld für ein überteuertes Ticket hinlegt, nur um seinen Sport- oder Musikhelden zu sehen“, begründete Jowell ihr Engagement.
Das Online-Auktionshaus eBay, das in der Vergangenheit wegen des Verkaufs von überteuerten Karten in die Kritik geraten war, schob den schwarzen Peter nun den britischen Promotern und Veranstaltern zu. „Sie schaffen einen Nebenmarkt durch die Art wie sie Tickets über zusammenbrechende Internetseiten verkaufen“, meinte Richard Ambrose, Sprecher des Unternehmens. „Man muss einen genauen Blick darauf werfen, wie Sponsoren und Agenturen ihre Tickets verteilen und vor allem zu welchen Preisen sie sie verkaufen.“



