In Großbritannien zogen die Verkäufe von Alben im dritten Quartal an. Laut BPI wurden von Juli bis September 50,4 Mio. Alben ausgeliefert, was einen Zuwachs von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Allerdings verdeutlichen die BPI-Zahlen eine Diskrepanz zwischen dem Wachstum bei den Stückzahlen und beim Umsatz, der im selben Zeitraum nur um vier Prozent von 217,8 Mio. Pfund (313,9 Mio. Euro) auf 226,5 Mio Pfund (326,5 Mio. Euro) zulegen konnte. Ein Grund dafür sind angesichts der anhaltenden Discountkriege in Großbritannien sinkenden Preise: Der Durchschnittspreis einer CD fiel von Januar 2000 bis Dezember 2002 um sechs Prozent, während der Einzelhandelsindex um 5,9 Prozent stieg. Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren zahlen britische Kunden jetzt weniger als zehn Pfund (14,40 Euro) für ein neues Album auf CD. Trotzdem sagte Chris Green, Research Director der BPI, im Gespräch mit musikwoche: „Unterm Strich sind wir zufrieden mit dem dritten Quartal. Die britischen Zahlen sind im Vergleich mit den meisten anderen Territorien ziemlich gut. Unter den gegebenen globalen Bedingungen ist jeder Aufwärtstrend willkommen.“ Dennoch stürzt der britische Singles-Markt weiterhin ab: Im Vergleich zum Vorjahr brach die Zahl der ausgelieferten Singles im dritten Quartal um 31,2 Prozent ein, ein Rückgang 12,1 Mio. auf 8,1 Mio. Einheiten. Der Umsatz fiel um 32,2 Prozent von 22,3 Mio. Pfund (32,1 Mio. Euro) auf 15,1 Mio. Pfund (21,8 Mio. Euro). Das Singles-Format trägt jetzt nur noch sechs Prozent zum Gesamtmarkt bei, so wenig wie noch nie.
Ein umfangreiches Dossier zum britischen Markt finden Sie in der aktuellen Ausgabe von musikwoche, Heft 49.



