Die britischen Charts-Macher planen, künftig auch Downloads in die Erhebung der Hitliste einfliessen zu lassen. „Die Art wie und wo Leute ihre Musik kaufen, verändert sich mit den neuen Technologien“, erklärte ein Sprecher der Official UK Charts Company. Seine Firma plane deshalb, über legale Abo-Musikdienste verkaufte Musikdateien zu zählen und diese zunächst in einer eignen Download-Top-40-Hitliste zu präsentieren, und sie später in die offiziellen Singles-Verkaufscharts einfließen zu lassen. Zu diesem Zweck haben die Charts-Ersteller bereits Vereinbarungen mit dem omnipräsenten digitalen Distributor OD2 getroffen. Die Download-Charts sollen noch in diesem Jahr erstmals erscheinen, wobei so viele Abo-Dienste wie mögliche erfasst werden sollen – derzeit habe man bereits mehr als ein halbes Dutzend. Die ersten britischen Charts erschienen 1958, als Redakteure des Musikmagazins „New Musical Express“ per Telefonumfrage die Verkaufszahlen von rund 50 Plattenläden erfragten, und daraus eine Top-zwölf-Liste erstellten.
UK-Charts wollen Downloads zählen
Die britischen Charts-Macher planen, künftig auch Downloads in die Erhebung der Hitliste einfliessen zu lassen.



