Der britische Phonoverband BPI rechnet für die kommenden Jahre mit erheblichen Umsatzzuwächsen seiner Mitglieder aus mobilen Musikanwendungen. Schon heute seien Nutzer im Hinblick auf mobile Musikdownloads spitze, heißt es aus London.
Als Beleg dafür führt der Verband verschiedene Studien an, unter anderem eine M.Metrics-Untersuchung, nach der 40 Prozent aller in Großbritannien in Gebrauch befindlichen Mobiltelefone über Musikfunktionen verfügen und das Land damit im europäischen Vergleich besser abschneide als Deutschland (34 Prozent) und Italien (32 Prozent). Immerhin zwölf Prozent aller Mobilfunkkunden würden diese Funktionen in UK nutzen, auch dies sei europaweit der Spitzenwert.
Außerdem von den BPI-Offiziellen aufgelistet: Die Zahl der monatlichen Track-Downloads übers Handy würden laut MusicAlly Werte von bis zu 1,3 Millionen Songs erreichen, und die Marktforscher von Informa rechnen für Westeuropa im Jahr 2007 mit Umsatzzuwächsen beim Verkauf von Realtone-Klingeltönen um 56 Prozent. Schon heute steuern Downloads – also vor allem Onlineabsätze – laut Zahlen der Official UK Charts Company 80 Prozent aller britischen Singles-Verkäufe und 50 Prozent der Absätze von Charts-Singles bei.
„Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Künstlern bei der Produktion großartiger Musik bleibt auch weiterhin das Kerngeschäft der Plattenfirmen“, meint BPI-CEO Geoff Taylor. „Aber der Weg, über den sich die Investitionen der Firmen in Umsätze ummünzen lassen, hat sich binnen weniger Jahre erheblich gewandelt – und mobile Anwendungen sind einer der Hauptfaktoren für diese Veränderung.“



