Musik

U2 sind Sieger des Abends

Favoritin Mariah Carey hatte das Nachsehen.

Nicht unbedingt die größte Überraschung, aber doch unerwartet ausgefallen war die Bilanz der mondänen Show: Mit insgesamt fünf Auszeichnungen waren die irischen Stadionrocker von U2 die Abräumer des Abends.

Das Album „How To Dismantle An Atomic Bomb“ wurde zum Album des Jahres sowie zum besten Rock-Album gewählt, der Hit „Sometimes You Can’t Make It On Your Own“ erhielt die Auszeichnung als „Song des Jahres“. Außerdem wurde das erfolgreiche Quartett zum besten Rock-Interpreten gekürt und darüber hinaus lieferten U2 mit „City Of Blinding Lights“ den besten Rock-Song ab.

Favoriten hatten das Nachsehen

Weniger erfolgreich als erwartet verlief der Abend hingegen für Mariah Carey. Die Pop-Diva, die im vergangenen Jahr ein glänzendes Comeback hingelegt hatte, war mit acht Nominierungen als Favoritin ins Rennen um den wichtigsten Musikpreis der Branche gegangen.

Nach Hause nehmen konnte sie jedoch lediglich drei der kleinen Grammophon-Nachbildungen und diese auch nur in der Randsparte R’n’B. Den wichtigsten Titel des Abends, die Ernennung zur besten weiblichen Popinterpretin, luchste ihr eine Newcomerin ab: Die erst 23 Jahre alte Castingshow-Gewinnerin Kelly Clarkson nahm den für sie überraschend erhaltenen Preis mit Tränen in den Augen entgegen.

Auch Kanye West, mit ebenfalls acht Nominierungen der männliche Favorit des Abends, musste sich mit lediglich drei Trophäen begnügen.

Deutsche Klassiker räumen ab

Eine Zahl, die bei den deutschen Nominierten wohl für Jubelschreie gesorgt hätte. Allerdings konnten weder Rammstein noch Kraftwerk in ihren Sparten überzeugen, beide Formationen gingen mit leeren Händen nach Hause.

Dafür wurde im Land der Dichter und Denker erneut die klassische Sparte mit internationalen Ehren bedacht. Bass-Bariton Thomas Quasthoff, der schon im vergangenen Jahr den Preis als „bester klassischer Solist“ erhielt, nahm seinen insgesamt dritten Grammy in Empfang. Zusätzlich konnten sich in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung“ das BR-Symphonieorchester und der BR-Rundfunkchor von ihren Mitstreitern absetzen.