Musik

U2 bombt sich an die Spitze

Wie nicht anders zu erwarten, übernimmt U2 die Tabellenspitze bei den US-Alben. 840.000 verkaufte CDs von „How To Dismantle An Atomic Bomb“ markieren die erfolgreichste erste Woche, die U2 seit Einführung der Charts-Ermittlung durch SoundScan hatten.

Wie nicht anders zu erwarten, übernimmt U2 die Tabellenspitze bei den US-Alben. Dank der vermutlich penetrantesten PR-Kampagne des Jahres verkaufte Interscope in der ersten Woche nach VÖ 840.000 Exemplare von „How To Dismantle An Atomic Bomb“. Dies markiert die erfolgreichste Eröffnungswoche, die die Iren seit Einführung der Charts-Ermittlung durch SoundScan im Jahr 1991 hatten. U2 gelingt zudem die drittbeste Eröffnungswoche des Jahres – nur Usher und Norah Jones verkauften auf Anhieb mehr.

Damit beendet das Quartett in der nächsten Ausgabe der US-Charts die zweiwöchige Führung des Interscope-Rappers Eminem, der mit 471.000 Verkäufen von „Encore“ nun Platz zwei belegt. Gwen Stefanis „Love.Angel.Music.Baby“ – ebenfalls ein Werk aus dem Interscope-Stall – konnte das Triple für das Label jedoch nicht perfekt machen: Das Solodebüt der No-Doubt-Sängerin erobert mit 309.000 Einheiten Rang sieben. Angeheizt durch Preisnachlässe im Saisongeschäft kletterten die Verkäufe der Best-of-Platten von Shania Twain und Toby Keith wieder nach oben: Die Kanadierin sichert sich mit 384.000 Kopien ihrer Hitsammlung Position drei, dem Countryboy aus Oklahoma reichen 331.000 Kopien für den fünften Platz. Dazwischen quetscht sich das R&B-Trio Destiny’s Child mit 337.000 Units von „Destiny Fulfilled“ an die vierte Stelle. Ebenfalls keine Überraschung in der Adventszeit: Die Hitkopplung „Now 17“ legte um 68 Prozent zu und steigt mit 319.000 Verkäufen auf Position sechs.

Auch wenn das Thanksgiving-Wochenende die Verkaufszahlen im US-Handel um 27 Prozent nach oben schnellen ließ, so bleibt doch festzustellen, dass der Aufwärtstrend des amerikanischen Markts deutlich nachlässt. Zwar setzte die Branche in der letzten Woche 19,5 Mio. Alben ab, doch seit Jahresanfang betragen die Verkaufszahlen nur noch 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr (565 Mio. Stück) – zur Jahresmitte lag das Plus noch mehr als doppelt so hoch.

Mehr zum Thema