Der legendäre Berliner Techno-Club Tresor stellt am 16. April mit einer Abschiedsparty seinen Betrieb in dem Gebäude an der Leipziger Straße endgültig ein.
Die Immobilienfirma Development Delta, Vermieter der Räumlichkeiten, die vor dem Krieg die Tresorräume einer Bank bildeten, hat den Club-Betreibern diese letzte Frist aus Kulanz eingeräumt, teilen die Veranstalter um Dimitri Hegemann mit. Hiernach soll auf dem Grundstück, auf dem im vergangenen Jahr auch die Messe Premium Music stattfand, ein Bürogebäude der Volksfürsorge entstehen.
Zum Abschluss des Live-Betriebs will das Tresor-Team vom 1. bis 16. April sämtliche Künstler, die das Gesicht des Clubs geprägt haben, einladen. Dazu gehören unter anderem die Pioniere der frühen Techno-Szene aus Detroit, die wie Jeff Mills oder Juan Atkins zu Stamm-DJs wurden. Unvergessen sind auch die großen Open-Air-Partys, die Sven Väth am Sonntag nach der Loveparade auf dem Gelände vor dem Tresor zelebrierte.
„Für die Zukunft arbeiten wir daran, das Phänomen Tresor an neuer Wirkungsstätte wiederauferstehen zu lassen“, teilen die Veranstalter mit. Zudem begrüßen die Clubbetreiber einen „Dialog und eine Kooperation mit den Entscheidungsträgern der Stadt Berlin zur jetzigen Situation“. Dahinter steckt das Anliegen, den „Auftrag, an der Weiterentwicklung elektronischer Ausdrucksformen mitzuwirken, auch weiterhin wahrzunehmen und fortzusetzen“, erklärt das Tresor-Team.




