“Wenn die Industrie den Wandel im Musikhandel wirklich will, dann muss sie konsequent dem Handel ermöglichen, diesen Schritt auch zu vollziehen“, fordert der GDM-Fachverbandsvorsitzende Michael Huchthausen. „Es macht wenig Sinn, immer neuen Portalen Downloads zur Verfügung zu stellen und diesen Service dem Handel vorzuenthalten. Mit Bedauern und Erstaunen muss der Handel derzeit erkennen, dass die Plattenfirmen die neuen Technologien ausschließlich für sich nutzen wollen – Stichwort Musicline.“
Diesen Standpunkt will Huchthausen unter anderem bei einem Panel zum Thema Handel im Kongressprogramm vertreten. Außerdem lädt er zusammen mit aMM-Geschäftsführer Uwe Imhof, dem aMM-Aufsichtsratsvorsitzenden Jörg Hottas und Dr. Heinz Stroh, GDM-Geschäftsführer, zu einer internen Gesprächsrunde am 18. August um elf Uhr ein. Im Vergleich zu der öffentlichen Diskussion im Rahmen des Kongressprogramms soll hierbei eher die Atmosphäre eines Arbeitsgesprächs herrschen. Ihre Teilnahme haben neben zahlreichen Händlern wie Bodo Bochnig, Karl-Heinz Beaujean, Steffen Ullmann und Cord Dierking auch Vertreter der Vertriebspartner wie EMI-Chef Heinz Canibol und eastwest-Geschäftsführer Hubert Wandjo zugesagt.
Das zunächst angekündigte Treffen des im März 2000 gegründeten internationalen Handelsverbands GERA findet dagegen nicht statt. Pam Horovitz, Präsidentin des US-Handelsverband NARM und Chefin der internationalen Division der GERA, traf die europäischen Handelsvertreter bereits im Laufe des Jahres in Paris. Stattdessen plant die europäische Division der GERA ein eigenes internes Meeting: Anwesend sein sollen neben den deutschen Vertretern um Dr. Heinz Stroh auch Theo van Sloten, Chef der europäischen GERA-Division und President der Interessenvertretung der niederländischen Händler, NVGD, sowie Bob Lewis vom britischen Handelsverbad BARD.
Weiterhin finden sich die Mitglieder des HAMM – Handelsverband Musik und Medien am Donnerstag im Hyatt zur Mitgliederversammlung ein. An der Tagesordnung des Treffens wird nach Auskunft von Geschäftsführerin Nina Krogmann noch gearbeitet. Der Verband will im Rahmen der Messe außerdem eine Info-Broschüre zu Zielen und Schwerpunkten der Verbandsarbeit präsentieren.
Mit AMS, jpc und WOM verzichten drei Aussteller des Vorjahrs diesmal auf einen eigenen Stand: jpc-Geschäftsführer Gerhard Georg Ortmann erklärte im Gespräch mit musikwoche.de, dass die Ziele, die sein Unternehmen mit der Popkomm.-Präsenz im vergangenen Jahr verfolgte, in diesem Jahr nicht im Fokus stünden. Anstatt das hauseigene Franchise-System weiter zu promoten, konzentriere man sich in Georgsmarienhütte derzeit auf den Bereich EDV und den weiteren Aufbau nach der Fusion mit PrimusMedia.



