Es müsse Schluss damit sein, dass die einzelnen Abteilungen gegeneinander arbeiteten. Der Schlüssel zum künftigen Erfolg seien „selbstbewusste, unabhängige Teamplayer, die zusammen ihre volle Kraft einsetzen“, so Schmidt-Holtz. Aus Insiderkreisen verlautete, dass BMG im Rahmen der Sanierung die Entlassung mehrerer hundert Mitarbeiter erwägt. Eine Firmensprecherin sagte dazu, in Madrid sei zwar auch darüber gesprochen worden, Entscheidungen gebe es aber noch nicht.
Für das Jahr 2002 peilt Schmidt-Holtz wieder ein Rekordergebnis an. Gegenüber der „Financial Times Deutschland“ wählte der Manager schärfere Worte: „Bei BMG gab es ein totales Missverständnis von Dezentralisierung. Jeder baute sich sein eigenes Königreich, teilweise haben Abteilungen gegeneinander gearbeitet.“
Gleichzeitig hält der Exodus der BMG-Führungskräfte an: Nach dem Abschied von Richard Griffith, President of the United Kingdom and Europe bei BMG, verlässt jetzt Stephen Navin die Bertelsmann Music Group. Navin zeichnete für das operative Geschäft im Bereich Northern Region verantwortlich und galt als Griffiths rechte Hand. Sein Abschied erfolgt im Rahmen des Frühpensionierungs-Programms, das BMG seit kurzem älteren Mitarbeitern anbietet. Damit will das Unternehmen Kosten sparen.



