Wer in den Siebzigern einen bundesdeutschen Partykeller besuchte, konnte sicher sein, dass spätestens, wenn James Last seine Schuldigkeit getan hatte, eine LP von Tony Marshall auf dem Plattenteller landete. „Junge, die Welt ist schön“, „Komm, gib mir deine Hand“, „Bora Bora“ und natürlich die unsterbliche „Schöne Maid“, von der weltweit drei Millionen Einheiten verkauft wurden, waren einige seiner großen Hits, die das Gesicht des farbenfrohen Jahrzehnts prägten.
Tony Marshall zum Siebzigsten: Fröhlichmacher der Nation glückt Kampf gegen die Schubladen
Seine Party-Songs sind Volkslieder geworden und er selbst zählt seit den frühen 70er-Jahren zu den bekanntesten und beliebtesten Entertainern Deutschlands. Dennoch wäre es völlig falsch, Tony Marshall auf seine Klassiker wie „Schöne Maid“ zu reduzieren. Denn die Karriere des Sängers, der am 3. Februar seinen 70. Geburtstag feiert, ist auch die Geschichte eines Künstlers, der sich stilistisch nicht festlegen lassen wollte.



