Die Zahl der weltweit verkauften, illegal vervielfältigten Tonträger, stieg im Jahr 2000 um rund 25 Prozent. Dies gab die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) heute in ihrem Pirateriebericht 2000 bekannt. Die Summe der illegal verbreiteten CDs stieg von 510 Millionen im Jahr 1999 auf 640 Millionen. Dies sei maßgeblich auf die rasche Verbreitung von kostengünstigen Technologien zurückzuführen, die eine illegale Vervielfältigung ermöglichen, sowie auf unzureichende Anti-Piraterie-Maßnahmen der Regierungen. Rechnet man die Zahl der illegal kopierten Kassetten mit ein, steigt die Gesamtzahl auf 1,8 Milliarden Einheiten. Damit wurde im Jahr 2000 jeder dritte verkaufte Tonträger illegal kopiert. Insgesamt belief sich der Wert der Piraten-Tonträger auf rund 4,2 Milliarden US-Dollar – 100 Millionen Dollar mehr als im Vorjahr. Die Länder mit dem höchsten Piraterieanteil am Gesamtmarkt sind dem Report zufolge China, Russland, Mexiko, Brasilien und Italien, während Länder in Südostasien und Osteuropa – und hier speziell die Ukraine – die meisten Hersteller und Vertriebe illegaler Tonträger beheimaten. Einen weiteren großen Marktplatz für Musikpiraten machte die IFPI im Internet aus: Hier liege der Anteil von illegal angebotener Musik bei nahezu hundert Prozent.
Tonträgerpiraterie wuchs im Jahr 2000 um 25 Prozent
Die Zahl der weltweit verkauften, illegal vervielfältigten Tonträger, stieg im Jahr 2000 um rund 25 Prozent.


