Das musste jetzt aber auch endlich mal gesagt werden: Tokio Hotel sind überhaupt nicht so schlecht, wie es von den so genannten seriösen Medien kolportiert wird – die vier Bandmitglieder sind nun mal noch Teenager und dürfen sich dementsprechend auch benehmen wie solche. Eine ritterliche Lanze, öffentlich gebrochen von echten Leipziger Adligen: den Prinzen.
Der verbale Bruderkuss wurde anlässlich eines Interviews mit der Nachrichtenagentur AP erteilt. Die Popveteranen forderten darin, dass man die Newcomer objektiv beurteilen und nicht automatisch als „Kinderband“ bezeichnen solle. Zwar seien Tokio Hotel noch sehr jung, aber genau das dürfe man ihnen nicht ankreiden: „Die spielen halt wie 16-Jährige, die haben eine Attitüde wie 16-Jährige, und das ist ihr gutes Recht als 16-Jährige“, so Prinzen-Frontmann Sebastian Krumbiegel.
Hinterhältige Tintenkleckser
Im Zuge ihres wachsenden Erfolges hatten Tokio Hotel im letzten Jahr zunehmend Negativ-Schlagzeilen gemacht. Berichte von ausschweifenden Parties und die Bemängelung ihrer Live-Qualitäten kursierten durch die Medien.
Krumbiegel war jedoch selbst auf einem der Konzerte und konnte die Kritik der Zeitungsjournalisten nicht nachvollziehen: „Fakt ist: Die haben an dem Abend live gespielt, die haben gut gespielt, die haben gute Songs.“ Man müsse den Shootingstars Zeit geben und ihre weitere Entwicklung abwarten, erst dann seien gerechte Urteile möglich. Sangeskünstler Krumbiegel abschließend: „Ich finde die großartig.“


