Die Stadt der Sünde lag ihm zu Füßen: Bei den erstmals in Las Vegas veranstalteten Video Music Awards war Justin Timberlake der große Gewinner. Insgesamt vier silberne Mondmänner durfte der 26-Jährige mit nach Hause nehmen, darunter auch die Auszeichnung als „Bester männlicher Künstler“.
Bei den weiblichen Stars freute sich Kollegin Fergie über die verliehenen Lorbeeren als beste Künstlerin. Gemessen an der Zahl der verliehenen Trophäen wurde das einzig weibliche Mitglied der Black Eyed Peas allerdings von Kollegin Rihanna getoppt. Mit zwei Mondmännern war sie die Abräumerin des Abends, ihr Smash-Hit „Umbrella“ wurde mit den Awards für das „Video des Jahres“ und die „Monster Single des Jahres“ bedacht.
Eben die gab sie dann auch im Laufe der von ehemals drei auf nun zwei Stunden gekürzten Show zum Besten. Als Bestandteil des Auftritts von R’n’B-Star Chris Brown ging ihr sexy Geträller jedoch fast unter. War doch die Performance des Jungstars, die unter anderem Michael Jackson zitierte, dermaßen gut durchchoreografiert, dass selbst Justin Timberlake Bauklötzchen staunte. In einer nachfolgenden Dankesrede verbeugte sich der erneut Ausgezeichnete verbal vor dem 18-jährigen Brown, indem er meinte, dass er angesichts solcher Darbietungen sein eigenes Alter zu spüren bekomme.
Uiuiuiuiuiui
Für Geraune der negativen Art hingegen sorgte das Eröffnungs-Getanze von Britney Spears. Die 25-Jährige, die mit der vergeigten Vollplayback-Performance ihrer neuen Single „Gimme More“ ihr Comeback einläuten wollte, wirkte bei dem Auftritt steif und unsicher. Alles andere als sexy war auch ihr Outfit, ein schwarzer Glitzer-Bikini in Kombination mit kniehohen Stiefeln, welches die Folgen ihrer in der Presse breitgetretenen Fastfood-Orgien kaum zu verbergen wusste. Magier Criss Angel, der im Vorfeld als Teil der Show angekündigt worden war, hatte es scheinbar vorgezogen, sich noch vor Beginn des desaströsen Anblicks aus dem Staub zu machen.
Ansonsten wartete die Show, die vorrangig im großen Festsaal, zum Teil aber auch in diversen Hotelsuiten stattfand und deswegen seltsam zerrissen wirkte, mit kaum bemerkenswerten Highlights auf. Die beiden Kontrahenten Kanye West und 50 Cent betraten als Presenter gemeinsam die Bühne, Paris Hilton bestätigte zum sichtlichen Entsetzen der bis dato fleißig dementierenden Christina Aguilera deren Schwangerschaft und Kid Rock und Tommy Lee, beides Ex-Männer von Pamela Anderson, prügelten sich während dem Auftritt von Alicia Keys. Das war’s dann aber auch.


