Musik

Timberlake dominiert EMAs

Bei der Verleihung der 13. European Music Awards stand der Sieger des Abends permanent auf der Bühne: Es war Moderator Justin Timberlake.

Nimmt man die Bühnenpräsenz sowie den Prominentengrad als Messlatte, so muss man wohl Justin Timberlake als Sieger des Abends bezeichnen. Der 25-Jährige, der erstmals die Verleihung der European Music Awards moderierte, stand aufgrund seiner Gastgeberfunktion permanent im Mittelpunkt. Zudem gewann der zweimal nominierte Musikstar in den wichtigsten Kategorien: Nachdem er für den Bereich „Best Pop“ ausgezeichnet wurde, erhielt er kurz darauf den Preis als bester männlicher Solo-Künstler.

Ebenfalls zwei Auszeichnungen durften Gnarls Barkley mit nach Hause nehmen. Schon allein aufgrund ihres Newcomerstatus waren sie die eigentlichen Abräumer der Publikumspreisverleihung. Darüber hinaus gewannen sie den Preis in der wichtigsten Kategorie, „Best Song“. Auch der neu eingerichtete Bereich des „Future Sound Awards“ ging an das Duo aus den Vereinigten Staaten.

Unmut vor und hinter den Kulissen

Dass bei einer Preisverleihung für den europäischen Musikmarkt hauptsächlich amerikanische Stars aufs Siegertreppchen gerufen wurden, erregte unter anderem den Unmut der Band Muse. Die Briten, die als bester Alternative-Act ausgezeichnet wurden, waren eine von lediglich drei Sieger-Formationen aus Europa.

Frontmann Matthew Bellamy nach der Show: „Wir halten die europäische Flagge in einem amerikanischen Line-up hoch. Es wäre schön, wenn es künftig einen größeren Ruck in Richtung unserer Seite des Ozeans geben würde.“

Die aus Las Vegas stammenden Killers teilten scheinbar diese Meinung. Während ihrer Dankesrede für den Preis als bester Rock-Act ließen sie verlauten, dass diese Auszeichnung eigentlich an Muse hätte gehen sollen.

Für zusätzlichen Unmut sorgte die Tatsache, dass ein Großteil der nominierten US-Stars durch Abwesenheit glänzte. Sowohl die Red Hot Chili Peppers („Bestes Album“) als auch Christina Aguilera („Beste weibliche Solo-Künstlerin“) bedankten sich lediglich per Videobotschaft beim Publikum.

Bei der gesondert laufenden Abstimmung über den besten nationalen Künstler hatten sich die deutschen Musikfans in diesem Jahr für Bushido entschieden.